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                         Der Zehntspeicher des ehemaligen Gografenhofes


Der Zehntspeicher diente in früherer Zeit zur Aufnahme der Feldfrüchte, die als "Zehnten" von den steuerpflichtigen Bauern abgegeben werden mussten. Der Gograf als Beauftragter des Amtes Meinersen, wachte über die ordnungsgemäße Ablieferung und Einlagerung. Bisher vertrat man die Auffassung, dass der Speicher vom Gografen Wrede im Jahre 1650 erbaut war. Eine nicht näher bekannte Quelle berichtet davon, dass der Speicher beim großen Brand am 6. Januar 1731 verschont blieb. Sowohl der Heimatverein, als auch der Eigentümer, Heinrich Giffhorm wollten Gewissheit über das genaue Entstehungsjahr erhalten. Mittels eines Dendro-Chronologischen Gutachtens, bei dem durch ein bestimmtes Verfahren das Alter des verwendeten Bauholzes festgestellt werden kann, können wir heute sagen, dass der Speicher um 1766 errichtet worden ist. Im Jahre 1818 wird der Gografenhof an Wilhelm Carl Julius Kemmer aus Duttenstedt verkauft. Der neue Besitzer baute den Speicher etwa 1834 zum "Gesindehaus" um. Bis zum 1. Januar 1971 war er bewohnt. Erst 1996 erwachte der Speicher aus seinem Schlaf  - wurde regelrecht "wachgeküsst". Seitdem geht es hier rund - seitdem ist immer etwas los.



                               Die Schlafkammer in der ersten Etage


                                               Auf der "Deele"




                                              In der Küche


                               "Heimatklänge" erschallen im Speicher


Fortsetzung folgt.....