Eiszeitlicher Findling im Pfarrgarten
Die Firma Himstedt aus Eddesse hat der Ortschaft Edemissen einen 8,65 Tonnen schweren eiszeitlichen Findling einschließlich Transport und Aufstellen im Wert von mehr als 8.500 € gestiftet. Er wurde vor ca. 8 Jahren aus einer Tiefe von 8-10m aus der Kiesgrube der Firma Himstedt, früher Albertini südlich von Oelheim, Gemarkung Edemissen,
geholt. Am 2. April 2026 wurde er im Beisein von Mitgliedern des Ortrates, des Kirchenvorstandes und des Heimatvereins im Pfarrgarten in Edemissen aufgestellt. Der Heimat- und Archivverein will mit diesem Stein die Edemisser Vorgeschichte dokumentieren. Es soll kein Gedenk- oder Erinnerungsstein sein, sondern es soll dargestellt werden, durch welche Ereignisse er von wo nach Edemissen gelangt ist und welche Zeitepoche sich damit verbindet.
Eine entsprechende Expertise soll noch von Geologen erstellt werden. Er stellt ein schwergewichtiges Exponat unseres Heimatmuseums dar und soll künftig bei Dorfrundgängen mit Schulklassen und anderen Gruppen Station werden. Eine entsprechende Infotafel wird nach Vorliegen aller notwendigen Informationen aufgestellt.
Die Edemisser Landschaft ist durch die Hinterlassenschaften der vorletzten Eiszeit (Saale-Kaltzeit, Drenthe-Stadium, 300.000 – 130.000 v. Chr.) geprägt. Die in Kiesgruben zu findenden Gesteine sind die von den eiszeitlichen Gletschern aus Skandinavien abgetragenen Granite und anderen Gesteine des skandinavischen Grundgebirges. Sie kommen in allen Größenklassen vor, vom Sandkorn, Kies, Überkorn bis tonnenschweren Findlingen.





